Weiherfest 2006 

 

 

 

Auf unseren Weiherfest wurde auch unser neuer Weiher eingeweiht und unser 30-Jähriges Vereinsjubiläum gefeiert. Dazu später mehr.

Hier die Bildimpressionen von der Vorbereitung und die Rede unseres Vorstands Günter Grünthanner. Weitere Bilder hier zum Download.


Zwei Anlässe hatte der Fischereiverein Schnaittachtal heuer zu feiern: Erstens das 30jährige Jubiläum des Vereins und zweitens die Einweihung eines neuen, des ersten eigenen Weihers.

Über 350 Mitbürger feierten bei herrlichem, nur leider durch einen kurzen, aber heftigen Wolkenbruch unterbrochenem Wetter ein Sommerfest des Fischereiverein Schnaittachtal e.V. an den Auweihern in Schnaittach.


Gute Stimmung unter den Gästen

In seiner Begrüßungsrede hieß der 1. Vorsitzende, Herr Günter Grünthanner, besonders alle Ehren- und Gründungsmitglieder, wie auch den Landrat des Landkreises Nürnberger Land, Herrn Helmut Reich, nebst Gattin, den Bürgermeister der Marktgemeinde Schnaittach, Herrn Georg  Brandmüller, den katholischen sowie den evangelischen Pfarrer Herrn Eisend und Herrn Römischer, den Ehrenpräsidenten des Fischereiverbandes Mittelfranken Herrn Dr. Christoph Meier, den Fischereifachberater im Ruhestand, Herrn Dr. Dieter Piwernetz, Herrn Direktor Legat, sowie Herrn Leipold und Herrn Sachtschale von der Sparkasse Nürnberg, die Geschäftsführerin des Mittelfränkischen Fischereiverbandes Frau Husse, vom Landratsamt zuständig für Jagd und Fischerei Frau Burkhard, für das Wasserwirtschaftsamt Herrn Deinzer, die anwesenden Vertreter der Nachbarvereine, die Landschaftsarchitektin Frau Erika Fiedler, Georg Kalb, Chef der Firma Erdbau Kalb und seine Mitarbeiter, die Firma Sperberbau mit Ihrem Chef Günther Sperber, die Verpächter Familie Winter,  Familie Schmidt, Frau Gebhard und Familie Grimm, herzlich willkommen.

Günter Grünthanner fasste die 30 jährige Geschichte des Vereins und die Entstehungsgeschichte des neuen Weihers wie folgt zusammen: 

„Am 1.7.1976 gründeten 37 dem Angelsport verfallene Schnaittacher den Fischereiverein Schnaittachtal und wählten Leonhardt Trauntner zu Ihrem 1. Vorstand. Bereits vor Gründung des Vereins pachtete man in Herpersdorf erst 2, und einige Zeit später einen dritten Weiher. Das war der Grundstock der Gewässer.

1977 trat man der Teichgenossenschaft bei und noch im gleichen Jahr konnte man das Fischereirecht in der Schnaittach erwerben und somit im Jahr 1978 dem Fränkischen Fischereiverband beitreten. 

Im Jahr 1980, der Verein wächst, konnte man von der Marktgemeinde den Bürgerweiher pachten. Was noch fehlte war eine Fischerhütte. Fischerkamerad Walter Winter war „Retter in der Not“. Er verpachtete 1981 dem noch immer jungen Verein das idyllisch gelegene Augelände zusammen mit einer  Fischerhütte. 

1984 gründete der Verein eine Jugendabteilung in weiser Voraussicht.  Denn man hatte begriffen, dass ein Verein nur mit einem gesunden Nachwuchs weiter wachsen kann. 1986 feierte man dann am Bürgerweiher das 10 jährige Bestehen mit einem Fischerfest. Ca 2000 Gäste sahen damals am Sonntag das Fischerstechen im Bürgerweiher. 1992 konnten wir als Zuchtweiher von der Familie Schmidt den Lettenweiher und 1993 von der Familie  und 1993 von der Familie Gebhard aus Laipersdorf weitere 14 Weiher dazupachten. 1998 vervollständigte Klaus Grimm mit seinen Weihern gleich hinter dem Augelände unser Kontingent an gepachteten Gewässern. 

2001 war ein Jahr voll Arbeit. Zu den alltäglichen Arbeiten kam noch die Vorbereitung zu unserem 25 jährigem Vereinsjubiläum, das ganz groß gefeiert wurde. Sicher ist diese Feier noch Vielen in guter Erinnerung.  

Heuer nun, 2006, haben wir wieder einen Grund zum Feiern. Zu 30 Jahren Fischereiverein kommt die  Einweihung unseres eigenen  Weihers dazu. 


Die Einweihung des neuen Weihers. Personen von rechts nach links: Pfarrer Römischer, Pfarrer Eisend, 1. Vorstand Günter Grünthanner, Bürgermeister Georg Brandmüller, Landrat Helmut Reich nebst Gattin, Ehren- und Gründungsmitglied Siegfried Ruckriegl, 2. Bürgermeisterin Karin Müller, Landschaftsarchitektin Erika Fiedler.

Wie es dazu kam? Angefangen hat alles 2004. Nach einigen Gesprächen mit den Besitzern der Grundstücke Frau Weber und der Familie Pförtsch war man sich einig, dass der Verein die Grundstücke zum Bau eines Weihers erwerben kann. Es wurde nun der Versuch gestartet, einen eigenen Weiher zu bauen. Jedoch verlief der 1. Versuch ziemlich erfolglos. Das Vorhaben wurde wegen zu hoher Anforderungen eingestellt. 

Aber steter Tropfen höhlt den Stein: Unser 2. Vorstand Artur Schramm gab nicht nach. Schließlich fand er doch eine Lösung. Mit Hilfe von Dr. Piwernetz, konnte man sich dann letzt endlich mit Wasserwirtschaftsamt und der  Naturschutzbehörde einig werden. Das Projekt Weiher konnte nun in Angriff genommen werden.  


Die Taufe durch Frau Weber

Die Landschaftsarchitektin Frau Erika Fiedler erstellte uns einen Weiherplan, der allen Ansprüchen von Natur und Umwelt entsprechen musste. Eine Besonderheit war dabei der Strommast der Starkstromleitung, der unter Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände in das Weiherkonzept mit eingebunden wurde.  

Die Untere Naturschutzbehörde machte ebenso eine Flachwasserzone, die sich entlang des Zulaufgrabens erstreckt, zur Bedingung, der wir allerdings recht gerne nachgekommen sind. Flachwasserzonen an Gewässern lassen nicht nur Segge, Vierkantgras und Teichlilie an ihrem  Ufer gedeihen, sie sind auch Rückzugsgebiet für Amphibien und Kleinlebewesen. Als idealer Platz für die Kinderstube der Fische ist sie ebenfalls von Wert.  

Verschiedene Anfragen bei hiesigen und auswärtigen  Tiefbauunternehmen gaben schließlich aus Qualitäts- und Kostengesichtspunkten der Firma Erdbau Kalb aus Laipersdorf den Zuschlag. Kurz vor Weihnachten war es dann soweit: Es war kalt genug, und der Weiheraushub konnte beginnen. Cirka 1700 m³ Erde mussten weggefahren oder zwischengelagert werden. Das waren circa  4700 LKWs, also eine ganze Menge. Zum Teil wurde der Aushub an dafür vorgesehene Areale im Gelände gelagert, ein Teil wurde abgefahren und ein weiterer Teil für die Sanierung der angrenzenden Auweiher verwendet. 

Hier, man kann es nur lobend erwähnen, unterstützten uns tatkräftig unser Mitglied, Günther Sperber und die Firma Sperberbau samt Mitarbeiter. Ganz hoch anrechnen muss man unserem Mitglied Dieter Wilschinski seine Arbeit bei der Sanierung des Augeländes.  

Jedoch zurück zu unserm neuen Weiher: Die erste Arbeit war das Setzen des Mönches. Der Mönch stellt die Verbindung zum Augraben her, er entwässert den Weiher für das Abfischen und dient als Überlauf  bei zu starkem Wasseraufkommen; denn unser Weiher wird über den  Bürgerweiher mit Wasser versorgt. In der Bauphase diente der Mönch dazu, das vorhandene Wasser abzuleiten, um den Bau nicht zu gefährden. Im März wurde unser Weiher das erste Mal bespannt, also mit Wasser gefüllt, und so liegt er nun vor uns: Die ersten Fische sind gesetzt, und schon jetzt sieht das Ufer recht passabel aus.

 Nachdem der Bau abgeschlossen war, ging es daran, einen Namen für den neuen Weiher zu finden. Dies hat einige Diskussionen ausgelöst und zu guter Letzt haben wir doch einen, so finde ich, guten Namen gefunden.  

Unseren Weiher heißen wir Bartlweiher.

Der Name geht zurück auf die ehemaligen Eigentümer des Geländes die Familie Weber, Hopfen und Pferdehändler in Schnaittach. Den alten Schnaittachern besser bekannt unten den Hausnahmen Bartl.

In Zusammenhang mit dem Weiherbau möchte ich unserem 2. Vorstand Artur Schramm, unserem Ehrenmitglied Dr. Piwernetz, Harry Müller, Hans Karl und Michael Betzold für die viele Arbeit, die Sie  hatten, danken.

 Weiter gebührt unser Dank der Landschaftsarchitektin Frau  Fiedler, die die Planung des Projekts erstellte. Für die erfolgreiche Ausführung der Firma Erdbau Kalb aus Laipersdorf mit ihren  Mitarbeitern. Finanziell hat uns die Sparkasse Nürnberg  den Weg geebnet. Aber ohne Frau Weber und die Familie Pförtsch würden wir heute nicht hier stehen. Sie stellten uns ihre Grundstücke zur Verfügung.“

Herr Landrat Helmut Reich gratulierte dem Verein zum Jubiläum und hob die gesellschaftspolitische und soziale Bedeutung des Vereins, die vorbildliche Jugendarbeit und die Bedeutung des Vereins bei der Hege, der Pflege und dem Schutz der Gewässer hervor. Er betonte, dass der Fischereiverein mittlerweile zu einem gesellschaftlichen Faktor in der Marktgemeinde avanciert ist.

Bei dem anschließenden gemütlichen Beisammensein sorgte die Band The Take mit Rock und Beat aus den 60er und 70er Jahren für stimmungsvolle Untermalung.

Zu essen gab es unter anderem gegrillte Makrelen und gewedelte Heringe genauso wie  Nürnberger im Weckla, Herings- und Lachsbrötchen, selbstgebackene Kuchen und zum gebratenen Steak lecker zubereitete Salate. Die Getränkepalette reichte von Kaffee über Wasser und Limo bis zum Bier.

Eifrige Mitglieder, die den Service übernommen hatten, sorgten dafür, dass Hunger und Durst keine Chance hatten.

In diesem Rahmen wurde durch Herrn Bürgermeister Georg Brandmüller die Pokalübergabe an die im Rahmen eines Hegefischens siegreichen Mitglieder vorgenommen.

Der Fischereiverein wird auch im nächsten Jahr wieder ein Sommerfest veranstalten.

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