Begrüssungsrede
Liebe Gäste, Freunde und Gönner des Fischereivereins Schnaittachtal, liebe Vereinmitglieder, liebe Ehrenmitglieder Walter Schwetz , Siegfried Ruckriegl, liebe Gründungsmitglieder Dietrich Dupke, Gerd Kral, Josef Kagerer, Wolfgang Löhr, Kurt Rubner, Hans Ruckriegl, Wilfried Schütz und Erich Singer.
Ich möchte Euch alle hiermit herzlich willkommen heißen. Mein besonderer Gruß gilt:
dem Bürgermeister der Maktgemeinde Schnaittach, Herrn Georg Brandmüller,
dem katholischen sowie dem evangelischen Pfarrer Herrn Eisent und Herrn Römischer,
dem Ehrenpräsidenten des Fischereiverbandes Mittelfranken, unser Ehrenmitglied, Herrn Dr. Christoph Meier,
dem Fischereifachberater im Ruhestand,
ebenfalls Ehrenmitglied im Fischereiverein Schnaittachtal,
Herrn Dr. Dieter Piwernetz,
Herrn Direktor Legat, sowie Herrn Leipold und Herrn Sachtschale von der Sparkasse Nürnberg,
der Geschäftsführerin des Mittelfränkischen Fischereiverbandes Frau Husse,
vom Landratsamt zuständig für Jagt und Fischerei Frau Burkhard,
für das Wasserwirtschaftsamt Herrn Deinzer,
den anwesenden Vertreter unserer Nachbarvereine,
der Landschaftsarchitektin Frau Erika Fiedler,
Georg Kalb Chef der Firma Erdbau Kalb und seine Mitarbeitern,
der Firma Sperberbau mit Ihrem Chef Günther Sperber
unseren Verpächter Familie Winter, Famamile Schmidt, Frau Gebhard und Familie Grimm.
Ganz besonders begrüßen möchte ich
Frau Weber und Familie Pförtsch, ohne die das Projekt "eigener Weiher" nicht
zustande gekommen wäre, sowie all diejenigen die ich an dieser Stelle
vielleicht vergessen habe zu nennen.
Der Anlass unseres heutigen Festes ist das 30 jährige bestehen unseres Vereins
sowie die Einweihung unseres ersten eigenen Weihers. Lassen sie mir hier nur
in Stichpunkten einen kurzen Abriss unserer Vereinsgeschichte geben:
Am 1.7.1976 gründeten 37 dem Angelsport verfallene Schnaittacher den
Fischereiverein Schnaittachtal und wählten Leonhardt Trauntner zu Ihrem 1.
Vorstand. Bereits vor Gründung des Vereins pachtete man in Herpersdorf erst 2
und einige Zeit später einen 3 Weiher. Das war der Grundstock der Gewässer.
1977 trat man der Teichgenossenschaft bei und noch im gleichen Jahr konnte man
das Fischrecht in der Schnaittach erwerben und somit im Jahr 1978 dem
Fränkischen Fischereiverband beitreten.
Im Jahr 1980, der Verein wächst, konnte man von der Marktgemeinde den
Bürgerweiher pachten. Was noch fehlte war eine Fischerhütte. Fischerkamerad
Walter Winter war „Retter in der Not“. Er verpachtete 1981 dem noch immer
jungen Verein das idyllisch gelegene Augelände zusammen mit einer
Fischerhütte.
1984 gründete der Verein eine Jugendabteilung in weiser Voraussicht.
Denn man hatte begriffen dass ein Verein nur mit einem gesunden Nachwuchs
weiter wachsen kann. 1986 feierte man dann am Bürgerweiher das 10 jährige
Bestehen mit einem Fischerfest. Ca 2000 Gäste sahen am Sonntag das
Fischerstechen im Bürgerweiher. 1992 konnten wir als Zuchtweiher von der
Familie Schmidt den Lettenweiher und 1993 von der Familie Gebhard aus
Laipersdorf weitere 14 Weiher dazupachten. 1998 vervollständigte Klaus Grimm
mit seinen Weihern gleich hinter dem Augelände unser Kontingent an gepachteten
Gewässern.
2001 war ein Jahr voll Arbeit. Zu den alltäglichen Arbeiten kam noch die
Vorbereitung zu unserem 25 jährigem Vereinsjubiläum welches ganz groß gefeiert
wurde. Sicher ist diese Feier noch Vielen in guter Erinnerung.
Heuer nun, 2006, haben wir wieder einen Grund zum Feiern. Zu 30 Jahren
Fischereiverein kommt die Einweihung unseres eigenen Weihers dazu.
Wie es dazu kam? Angefangen hat alles 2004. Nach einigen Gesprächen mit den
Besitzern der Grundstücke Frau Weber und der Familie Pförtsch war man sich
einig dass der Verein die Grundstücke zum Bau eines Weihers erwerben kann. Es
wurde nun der Versuch gestartet einen eigenen Weiher zu bauen. Jedoch verlief
der 1. Versuch ziemlich erfolglos. Das Vorhaben wurde wegen zu hohen
Anforderungen eingestellt.
Aber steter Tropfen höhlt den Stein: Unser 2. Vorstand Artur Schramm gab nicht
nach. Schließlich fand er doch eine Lösung. Mit Hilfe von Dr. Piwernetz,
konnte man sich dann letzt endlich mit Wasserwirtschaftsamt und der
Naturschutzbehörde einig werden. Das Projekt Weiher konnte nun in Angriff
genommen werden.
Die Landschaftsarchitektin Frau Erika Fiedler erstellte uns einen Weiherplan,
der allen Ansprüchen von Natur und Umwelt entsprechen musste. Eine
Besonderheit war dabei der Strommasten der Starkstromleitung der unter
Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände in das Weiherkonzept mit eingebunden
wurde.
Die Untere Naturschutzbehörde machte ebenso eine Flachwasserzone, die sich
entlang des Zulaufgrabens erstreckt zur Bedingung der wir allerdings recht
gerne nachgekommen sind. Flachwasserzonen an Gewässern lassen nicht nur Segge,
Vierkantgras und Teichlilie an ihrem Ufer gedeihen sie sind auch
Rückzugsgebiet für Amphiphien und Kleinlebewesen. Als idealer Platz für die
Kinderstube unsere Fische ist sie auch von Wert.
Verschiedene Anfragen bei hiesigen und auswärtigen Tiefbauunternehmen
gaben schließlich aus Qualitäts- und Kostengesichtspunkten der Firma Erdbau
Kalb aus Laipersdorf den Zuschlag. Kurz vor Weihnachten war es dann soweit: Es
war kalt genug und der Weiheraushub konnte beginnen. Cirka 1700 m³ Erde
mussten weggefahren oder zwischengelagert werden. Das waren circa 4700
LKWs, also eine ganze Menge. Zum Teil wurde der Aushub an dafür vorgesehene
Areale im Gelände gelagert, ein Teil wurde abgefahren und ein weiterer Teil
für die Sanierung der angrenzenden Auweiher verwendet.
Hier, man kann es nur lobend erwähnen unterstützten uns tatkräftig unser
Mitglied, Günther Sperber und die Firma Sperberbau samt Maschinen und
Mitarbeiter. Ganz hoch anrechnen muss man unserem Mitglied Dieter Wilschinski
seine Arbeit bei der Sanierung des Augeländes.
Jedoch zurück zu unserm neuen Weiher: Die erste Arbeit war das Setzen des
Mönches. Der Mönch stellt die Verbindung zum Augraben her, er entwässert den
Weiher für das Abfischen und dient als Überlauf bei zu starkem
Wasseraufkommen denn unser Weiher wird über den Bürgerweiher mit Wasser
versorgt. In der Bauphase diente der Mönch dazu, das vorhandene Wasser
abzuleiten, um den Bau nicht zu gefährden. Im März wurde unser Weiher das
erste Mal bespannt, also mit Wasser gefüllt, und so liegt er nun vor uns: Die
ersten Fische sind gesetzt. Die ersten Angeltermine sind….
Halt, das kommt noch.
Aber schon jetzt sieht das Ufer recht passabel aus. Jedoch in den nächsten
Monaten hat die eigene Sukzession, also die Begrünung, ihren Fortschritt zu
nehmen. Nachdem der Bau abgeschlossen war, ging es daran einen Namen für den
neuen Weiher zu finden. Dies hat einige Diskussionen ausgelöst und zu guter
letzt haben wir doch einen, so finde ich, guten Namen gefunden.
Unseren Weiher heißen wir Bartlweiher.
Der Name geht zurück auf die ehemaligen Eigentümer des Geländes die Familie
Weber, Hopfen und Pferdehändler in Schnaittach. Den alten Schnaittachern
besser bekannt unten den Hausnahmen Bartl
In Zusammenhang mit dem Weiherbau möchte ich unserem
2. Vorstand Artur Schramm, unserem Ehrenmitglied Dr. Piwernetz, Harry Müller,
Hans Karl und Michael Betzold für die viele Arbeit, die Sie hatten
danken. Weiter gebührt unser Dank der Landschaftsarchitektin Frau
Fiedler, die die Planung des Projekts erstellte. Für die erfolgreiche
Ausführung der Firma Erdbau Kalb aus Laipersdorf mit ihren Mitarbeitern.
Finanziell hat uns die Sparkasse Nürnberg den Weg geebnet. Aber ohne
Frau Weber und der Familie Pförtsch würden wir heute nicht hier stehen. Sie
stellten uns ihre Grundstücke zur Verfügung.
Von dieser Stelle aus allen nochmals ein herzliches Dankeschön.
Freuen wir uns also, auf die ersten Fische die wir aus diesem Weiher angeln
werden. Ein Petri Heil auf unseren neuen Weiher.